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Body&Mind

Hilfe bei trockener Haut, Cellulite und Co. – Trockenbürsten

Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Gutes man seinem Körper manchmal mit ein paar einfachen Tricks tun kann. Dazu gehört für mich auf jeden Fall das Trockenbürsten. Es klingt ein bisschen komisch, aber es ist für mich einer der besten Body Hacks.

 

Unsere Haut ist als größtes Körperorgan in der Lage, Gifte und Säuren auszuscheiden und nimmt damit einen nicht unerheblichen Anteil an der körpereigenen Entgiftung ein.  Durch die Trockenbürstmassage können wir die Haut dabei unterstützen, besser zu entgiften, die Durchblutung anzuregen und die Haut von abgestorbenen Hautzellen zu befreien. Das Ergebnis ist ein rosige, zarte, strahlenden und pralle Haut, die optimal mit Nährstoffen aus dem Körper versorgt ist.  
 

Was genau bedeutet „Trockenbürsten“?

 
Tatsächlich ist Trockenbürsten auch genau das, wonach es klingt – es ist das Bürsten der Haut im trockenen Zustand, am besten vor dem Duschen. Bei trockenem Bürsten wird die Haut typischerweise in Richtung Herz massiert, beginnend an den Füßen. 

Das Trockenbürsten ist keine neue Methode, die positive Wirkung wird allerdings erst seit ein paar Jahren wieder so wirklich neu entdeckt und gewinnt immer mehr an Popularität. Viele Spas- und Wellnessanlagen bieten das Trockenbürsten mittlerweile in ihrem Programm an. 

Um die tollen Vorteile vom trockenem Bürsten zu nutzen, braucht man allerdings gar keine teuere Spabehandlung zu bezahlen, alles was du brauchst ist eine Bürste und 5 Minuten Zeit. 
 
 

Vorteile von Trockenbürsten

 

1. Unterstützung unseres Lymphsystems

Das Lymphsystem ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Immunsystems. Bestehend aus Lymphknoten, Organen, Kanälen und Gefäßen, reagiert dieses System auf fremde Bakterien, Viren und sogar auf körpereigene, bösartige Zellen mit einer Immunantwort, sodass der Körper diese direkt abwehren kann. Die Lymphgefäße transportieren die Lymphflüssigkeit, die die weißen Blutkörperchen zur Immunabwehr enthält.
 

Aber im Gegensatz zu unserem Blutkreislauf hat dieses System keine Pumpe, die Flüssigkeit wird durch Muskelkontraktion und Körperbewegungen durch die Lymphbahnen bewegt. Auch Massagen dienen dazu, das Lymphsystem anzuregen und hier kann das Trockenbürsten helfen, den normalen Lymphfluss im Körper zu stimulieren und die körpereigene Entgiftung anzuregen.
 
 

2. Peeling

Trockenbürsten ist ein Peeling für die Haut. Es hilft ihr, tote Hautzellen zu lösen und zu entfernen. So kann die Haut wieder besser atmen und die Zellerneuerung wird angeregt. Schon nach kurzer Zeit wirst du merken , dass deine Haut weicher und  geschmeidiger wird und mehr strahlt.
 
 

3. Saubere Poren

Durch das Peeling kann die Haut auch effektiv von Öl, Schmutz und anderen Rückständen gereinigt werden. Die Poren werden geöffnet und die Haut kann damit nicht nur Giftstoffe besser abtransportieren, sondern auch wertvolle Nährstoffe besser aufnehmen. Du solltest die Bürste allerdings nicht im Gesicht verwenden, da sie ein bisschen zu grob ist, aber es gibt dafür extra Bürsten, die sanfter sind.
 
 

4. Erhöhte Energie und Blutfluss

Durch die Massage beim Trockenbürsten wird die gesamte Durchblutung der Haut angeregt und die Blutzirkulation beschleunigt. Dadurch bekommt der Körper am Morgen auch gleich einen richtigen Energieschub und die Haut fühlt sich irgendwie direkt wach an, da auch die Nervenenden stimuliert werden. Daher sollte man das Trockenbürsten auch eher am Morgen als am Abend machen, da es sonst passieren kann, dass man wach im Bett sitzt.
 
 

5. Hilfe bei Cellulite

Alle oben genannten Vorteile führen schon dazu, dass sich deine Haut weicher, rosiger und praller anfühlt, und viele Menschen, die regelmäßig trockenbürsten, berichten auch von einer erheblichen Verbesserung der Hautstruktur. Leider gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, aber wenn man überlegt, dass Cellulite nichts anders als Giftstoffe sind, die der Körper in den Fettzellen einlagert und diese Giftstoffe durch das Trockenbürsten besser abtransportiert werden können, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.
 
 

Auswahl der Bürste

 
Die Auswahl der Bürste ist ein ganz individueller Prozess. Da jede Haut von ihrer Beschaffenheit ein wenig anders ist, hilft hier nur ausprobieren, was sich für dich persönlich gut anfühlt. Es gibt kein wirkliches Richtig oder Falsch, aber ich würde auf natürliche Borsten achten. Meine Bürste ist relativ klein, weil ich damit bessere Kontrolle über den Druck und die Bewegung habe.
 

Ablauf

 
Wie bereits erwähnt,  passt trockenes Bürsten am besten in die Morgenroutine vor dem Duschen, und kann täglich durchgeführt werden. Aber auch hier gilt „alles geht, nichts muss“, solange du dich wohl fühlst.
 
Mit dem Bürsten beginnst du bei den Füßen (auch die Fußsohlen) und läufst in kreisenden Bewegungen die Beine hoch. Gebürstet werden sollte immer in Richtung Herz. Das kannst du nun so oft wiederholen wie du möchtest und wie du Zeit hast. Danach kommen die Hände dran, von dort in Richtung Schultern massieren.
 
Anschliessend Bauch und Rücken bürsten, auch hier immer von aussen Richtung Herz.
 
Die Haut sollte nach dem Bürsten rosa sein, auf keine  Fall rot. Ist das der Fall, benutzt du die falsche Bürste oder hast zuviel Druck auf die Haut ausgeübt. Nach dem Duschen kannst du deine Haut dann wie gewohnt eincremen.

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