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DIY – hochwertige Bodybutter selbst herstellen

Der Winter kann unserer Haut ganz schon zusetzen. Wenn wir uns draußen in der Kälte aufhalten, ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen und die Blutzufuhr zur Haut wird verlangsamt. Das führt dazu, das der Stoffwechsel gedrosselt wird und weniger Sauerstoff und Nährstoffe in die Hautschichten gelangen können. Im Gegenzug dazu können aber Schadstoffe von außen schneller eindringen und die Talgdrüsen produzieren immer weniger Hautfett.

Auch drinnen ergeht es unsere Haut nicht besser. Die trockene Heizungsluft entzieht der Haut weitere Feuchtigkeit und macht sie trocken, blass und rau.

Daher braucht unsere Haut gerade im Winter mehr Unterstützung durch Fette und Nährstoffe von außen, die dem Feuchtigkeitsverlust entgegenwirken. Unterschiedliche Öle und Fette liefern dabei eine Mix aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit. Auf die richtige Mischung kommt es an, die ungesättigten Fettsäuren dringen tief in die Haut ein, die gesättigten Inhaltsstoffe liefern Schutz für außen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Öle und Fette zu kombinieren, unser Favorit ist aber diese hier:

Zutaten (Bio Qualität):

1 EL Kokosnuss Öl: wunderbar feuchtigkeitsspendend, antibakteriell

1 EL Kakaobutter: feuchtigkeitsspendend, reich an Antioxidantien und Vitamin E, wunderbarer Schokoladenduft

1 EL Sheabutter: rückfettend

1 EL Traubenkern Öl: reich an Linolsäure, stark antioxidativ, reich an Vitamin E,

1 EL Aloe Vera Öl: spendet intensiv Feuchtigkeit, entzündungshemmend

1 TL Vitamin E Öl (optional): wirkt stark antioxidativ, hilft der Haut Kollagen zu bilden

1 TL ätherisches Öl nach Lieblingsgeruch (optional): z. B. Lavendel (beruhigend, entzündungshemmend)

 

Die ersten 3 festen Öle in einer hitzeresistenten Schale über einem warmen Wasserbad schmelzen, anschliessend das Traubenkern Öl und Aloe Vera Öl dazugeben und vermischen. Die Schale für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Öle fest geworden sind. Nun mit einem Rührbesen so lange schlagen, bis die Masse die Konsistenz von Mousse hat. Vitamin E  und ätherisches Öl dazugeben, nochmal aufschlagen bis es sich mit dem Mousse vermischt hat, fertig.

Jetzt kann man das Mousse in eine abschliessbare Form geben.

TIP 1: Die Bodybutter immer auf die feuchte Haut auftragen, da das Öl sich mit der Feuchtigkeit auf der Haut zu einer Emulsion verbindet und besser in die oberen Hautschichten eindringen kann.

TIP 2: Diese Bodybutter funktioniert auch ganz wunderbar für die Haare gegen trockene Spitzen. Einfach eine Klecks auf die Hand geben und in die trockenen Haarspitzen einmassieren.

Disclaimer: Der ein oder andere wird sich jetzt fragen, ob es sich denn lohnt eine Körperbutter herzustellen, da die einzelnen Öle in ihrer Anschaffung nicht gerade billig sind. Die Antwort ist: ja, definitiv. Die Kosten für die Anschaffung der Öle hat man schnell wieder raus, wenn man bedenkt wieviel Bodybutter man daraus herstellen kann und wieviel man im Handel für eine gleichwertige Körperbutter bezahlen würde.  Ausserdem kann man hier sicher sein, welche Inhaltsstoffe drin sind, dass es nicht an Tieren getestet wurde und keine schädlichen Stoffe aus der Verpackung in die Creme übergegangen sind. Darüber hinaus kann man Plastikmüll vermeiden und es macht Spaß!

 

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