Nachhaltigkeit | Low Waste Lifestyle | DIY | Spiritualität
warrior
Body&Mind

Das innere Monster besiegen

Stell dir vor in deinem Kopf wohnt ein Monster. So ein wirklich großes Monster mit struppigem Fell, glühenden Augen und riesigem Maul. Das Monster sagt: „Wenn du mich regelmäßig fütterst, werde ich dich nicht fressen und dich beschützen“. Und weil du nicht gefressen oder zu Brei gehauen werden willst, willigst du ein. Du bleibst bei dem Monster und fütterst es jeden Tag. In manchen tapferen Momenten überlegst du, ob du das Monster nicht einfach töten könntest, aber weil es so gefährlich aussieht, verschwindet der Gedanke immer wieder ganz schnell.

Und weil du es immer so gut fütterst wird es immer größer und stärker, jeder Gedanke an Revolution wird im Keim erstickt, du ergibst dich in dein Schicksal, für immer Sklave des Monsters zu sein. Immerhin wirst du nicht gefressen und kannst weiterleben. Nach und nach werden du und das Monster sowas wie Freunde. Weil du es jeden Tag siehst, sieht das Monster für dich auch gar nicht mehr so monstermäßig aus. Das Monster erzählt dir immer  spannende Geschichten, wie schlimm die Welt dort draussen ist. Am Ende kannst du dir ein Leben ohne das Monster gar nicht mehr vorstellen, es beschützt dich ja schließlich auch, irgendwie.

Das Monster, von dem ich hier spreche, nennen manche auch den inneren Kritiker. Es ist die Stimme in deinem Kopf, die dir sagt, was du alles nicht kannst und sollst, die dich an dir und deinen Ideen zweifeln lässt und die es es immer wieder schafft, plötzlich aufflackernde Motivation im Keim zu ersticken. Es ist die Angst vor Veränderung, vor dem Unbekannten, vor der eigenen Courage.

Und wie bei dem Monster hören wir auf, diese Stimme, die uns ständig selbst sabotiert, bewusst wahrzunehmen, sie wird zu unserem Alltag, unserer Realität.

Ok, was kannst du nun tun, um dein inneres Monster zu besiegen?

 

1. Gewohnte Verhaltensweisen und Denkmuster ändern

Wenn wir anfangen über ein neues Ziel nachzudenken, erklärt uns das Monster zuerst mal, warum das ganz bestimmt nicht klappen wird und was alles schief gehen kann. Das Monster stellt sicher, dass du nicht auf dummer Gedanken kommst. Ertappt? Falls du doch immer noch denkst, dass du das kannst, wendet das Monster einen ganz fiesen Trick an. Den Dinge-nach-hinten-verschieben-Trick. „Bevor du joggen gehen kannst, musst du dir erst mal die neuen Nikes kaufen, sonst is ja schlecht für die Knie. Aaaaber daaann kann’s losgehen“. Und zack, die Mission wurde erfolgreich sabotiert.

Probiere mal folgendes: Schreibe dir auf, warum du das Zeug hast dein Ziel zu erreichen. Einmal niedergeschrieben kannst du es besser visualisieren. Jetzt lies es einmal laut vor, auch das kann dir helfen, das Monster zum Schweigen zu bringen.

Jetzt mach sofort etwas, dass dich deinem Ziel näher bringt, das kann etwas ganz kleines sein. Hauptsache du zeigst deinem Monster, dass du es ernst meinst, und nicht erst morgen oder zu irgendeinem runden Datum! Nein jetzt! Deine Mission hat gerade angefangen!

 

2. Eine Reise endet nicht, nur weil mal ein Schnürsenkel aufgeht

Ich mag diesen Satz besonders gerne. Er hilft mir jedes Mal aufs neue, wenn mein inneres Monster versucht mich zu überlisten. Er meint folgendes:

Auch wenn wir es geschafft haben uns selbst zu überzeugen, dass wir gut genug sind, wird das Monster auch auf dem weiteren Weg immer wieder versuchen uns doch noch das Gegenteil einzureden. Du willst z.B. dich gesünder ernähren und hast nach ein paar echt guten Tagen eine unschönen Zusammenstoß mit einer Packung Chips. Nachdem du die komplette Packung gefuttert hast, wirst du jetzt vielleicht denken, dass du es ja schon immer wusstest, dass du es nicht schaffen wirst. Aber: Eine Reise endet nicht, nur weil mal ein Schnürsenkel aufgeht!

Es ist vollkommen ok, 3 Schritte vor und auch mal 2 wieder zurückzugehen. Wir alle laufen genauso. Du musst nur weiterlaufen!

 

3. Angst vor Veränderung und dem Unbekannten besiegen

Was mir immer unglaublich hilft, die Angst vor dem Unbekannten zu besiegen, ist aufzuschreiben, was im aller schlechtesten Fall, dem Worst Case, passieren kann. Hier wirst du meisten schon sehen, dass du wahrscheinlich nicht sterben wirst und der Worst Case gar nicht so super schlimm ist. Jetzt schreib dir daneben, was du tun kannst, für den unwahrscheinlichen Fall, dass  die verschiedenen Worst Case Fälle  tatsächlich eintreten. Und auch hier kannst du wieder Lösungen finden.

Es wird immer etwas aufregend bleiben, Neues zu wagen, aber mit dieser Strategie wirst du dich für alles gut vorbereitet fühlen und deinem Monster kein Futter geben.

4. Nimm die Meinung anderer nicht so wichtig

Auch wenn ich denke, dass wir in diesem Fall immer viel zu schlecht von unseren Freunden denken, gibt es sie leider immer mal wieder, die Schlechtreder. Die, die dein Vorhaben öffentlich ins Lächerliche ziehen und dir ganz detailliert sagen können, warum dass sowieso nicht klappt.

Aber denke dir folgendes: In Wahrheit bewundern sie dich für deinen Mut. Aber das vor dir und vor allem sich selbst zuzugeben, würde Tür und Tor für ihre eigene innere Unzufriedenheit öffnen. Und um das zu verhindern, erklären sie ständig jedem, warum das ja nicht klappen kann. Aber eigentlich sagen sie es zu sich, um die Selbstlüge weiter am Leben zu halten und ihr eigenes Monster zu füttern.

Wenn du ein großes Ziel vor dir hast, dann umgebe sich mit Menschen, die dich unterstützen und nicht runterziehen.

 

So, und nun, zeig deinem inneren Monster wo der Frosch die Locken hat!

x