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Menstruationstasse
Low Waste Life

4 tolle Gründe, auf die Menstruationstasse umzusteigen

Es gibt’s sie eigentlich schon ziemlich lange, aber so richtig angekommen ist die Menstruationstasse bei uns erst seit einem Jahr. Als ich zum ersten Mal davon gehört habe, war meine Reaktion “uuuuhh, nee, das kann nicht”, die Idee der Menstruationstasse klang für mich irgendwie absurd. Doch ich hab es getan und sie ausprobiert, und hach, was soll ich sagen, ich will nie wieder ohne.

Wenn man sich erst einmal getraut hat, wird man feststellen, dass die Tasse einfach unschlagbare Vorteile gegenüber Tampons und Binden besitzt:

1. Kein Müll

Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an. Eine Menstruationstasse kaufst du einmal, hier hast du in den meisten Fällen eine bisschen Verpackung, aber das war’s dann auch schon. Die Tassen (haha, das hört sich komisch an) sind wie gesagt aus medizinischem Silikon und halten je nach Hersteller und bei richtiger Handhabung bis zu 10 Jahre.

Im Vergleich zu Tampon: Sagen wir du brauchst 4 Tampons pro Tag, 5 Tage lang, dann sind das 20 Tampons pro Monat, mal 12 Monate sind 240 Tampons pro Jahr, da kommt ein Berg zusammen.

2. Günstiger

Dementsprechend günstiger ist es dann natürlich auch, eine Menstruationstasse zu benutzen. Sie kosten je nach Hersteller zwischen 15 € und 30 €, also nicht die Welt. Wenn wir das jetzt gegen 240 Tampons im Jahr rechnen…mal sehen…eine 64 Packung normal große Ob’s kosten ca. 5 €, das sind dann ca. 20 € pro Jahr, mal 10 Jahre, sind wir bei 200 € für Tampons vs. 30 € für eine Menstruationstasse. Das ist ein richtig geiles paar Schuhe.

3. Gesünder

Für mich einer der wichtigsten Gründe: Gesundheit. Menstruationstassen haben bei richtigem Gebrauch praktisch keine gesundheitlichen Nebenwirkungen (es sei denn, du bist allergisch gegen medizinisches Silikon, gibt es das?).

Tampons dagegen einige:

  • Tampons trocknen die empfindliche Schleimhaut aus und stören damit das Milieu und den ph-Wert, wodurch sich Keime und Bakterien entwickeln und schneller ausbreiten können.
  • Über die empfindlichen Schleimhäute können die Chemikalien (Bleichungsmittel, Pestizide in der Baumwolle, Weichmacher etc) , die in Tampon stecken, in unseren Körper gelangen. 
  • Toxisches Schocksyndrom: es kommt wohl nur sehr selten vor, aber durch den Tampon können Erreger in den Körper gelangen, die dann zu Organversagen führen können.

4. Praktischer

Eine Menstruationstasse hat ein viel größeres Füllvermögen als ein Tampon und muss daher auch viel seltener gewechselt / entleert werden.

Außerdem hängt kein Rückholbändchen raus, was in dem ein oder anderen Fall schon mal peinlich werden kann, ich sag nur Strand, Bikini…Und wo wir schon gerade über das Bändchen reden, wollen wir mal lieber gar nicht von anfangen, wie viel Geschick es kostet, nicht da drauf zu pinkeln.

Viel praktischer ist die Menstruationstasse auch beim Reisen. Als ich vor einer Weile länger durch Asien gereist bin, war mein Backpack in allen kleinen Ritzen und kleinen Taschen mit Tampons aufgefüllt, da ich schon einmal die Erfahrung machen durfte, wie es ist, auf einer tropischen Insel plötzlich meine Tage zu bekommen. 

 

Die Vorteile einer Menstruationstasse liegen also ziemlich auf der Hand, da aber natürlich nichts im Leben nur Regenbogen und Gänseblümchen ist, und um fair zu bleiben, sind hier hier noch ein paar Nachteile:

 

1. Anfangsschwierigkeiten

Ja, ich gebe es zu, aller Anfang ist schwer, auch ich dachte zuerst: waaaaas, wie soll das denn da rein? Und wenn’s mal drin ist, wie krieg ich das denn da wieder raus? Was ist, wenn’s nie wieder raus kommt? Ja Ladys, ich weiß, dass ihr das denkt, aber lasst mich euch sagen, es ist kein Problem, sowohl rein als auch raus.

Am Anfang muss man etwas rumprobieren, welche Falttechnik die Beste ist, welcher Winkel etc, aber man hat den Dreh recht schnell raus, es ist wirklich keine Raketenwissenschaft

Meine größte Sorge am Anfang war, was mache ich, wenn ich die Tasse in einer Bar oder irgendwo im Dschungel, also irgendwie da, wo es gerade echt ungünstig ist, entleeren muss?

Erstens, das Risiko ist recht gering, da die Füllmenge der Tasse so groß ist, dass du lange Zeit damit zurecht kommen solltest. Falls doch, kannst du üben, sie mit einer Hand rauszuholen, umzuschütten, sie mit etwas Klopapier auszuwischen, falls möglich) und sie wieder einzusetzen. Das funktioniert ganz gut. Mit einem Tampons ist diese Situation übrigens auch nicht viel leichter.

 

2. Man muss sich an Blut gewöhnen

Dieser Punkt hatte mir große Angst bereitet, ich kann nämlich nicht gut mit Blut. Man muss die Menstruationstasse ja entleeren und auswaschen. Ich kann das mittlerweile zwar auch ohne hinsehen, aber ich hab mich auch an Blut gewöhnt. So schlimm ist das gar nicht.

 

3. Man vergisst es

Dadurch, dass man die Menstruationstasse so gar nicht merkt und auch keine Bändchen da unten rumbaumelt, kann man sie wirklich leicht vergessen.

 

Mein Fazit zur Menstruationstasse:

Ich liebe sie und will nie wieder zurück! Obwohl ich sagen muss, immer noch Besitzer von Tampons in meiner Tasche zu sein, falls mal eine Überraschung ansteht. Ich denke, für den Notfall ist das absolut ok.

Die Menstruationstasse, die ich benutze, ist die Me Luna von DM , ich hab aber schon von vielen gehört, dass die Lunette*  sehr gut sein soll.

Also Ladys, traut auch!

 


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